Berlin Fashion Week, OOTD, Travel

Mercedes-Benz Fashion Week – Tag 1

Cordula Columne berichtet live vom Geschehen der Fashion Week Berlin …

Es ist nicht so, dass Patrick und ich – Montag Morgen um 6 im ICE nach Berlin – nicht schon genug auffallen, als wir zwei Spiegelreflexkameras auspacken, Bilder von der wundervollen Schneelandschaft schießen und nebenher Sekt trinken. Nein, das reicht uns nicht … und so sorgt mein Platznachbar spätestens mit der Aussage „Die Cordula Columne von Bibi Blocksberg“ dafür, dass mein Lachflash auch den letzten Mitreisenden unseres Abteils aus dem Schlaf reißt. Wir essen Brötchen, trinken Feentrank und freuen uns wie Schnitzel auf Berlin und die Mercedes-Benz Fashion Week. Die Zeit vergeht wie im Flug und so kommen wir 5 Stunden nach Abfahrt pünktlich um 10 Uhr in Berlin am Hauptbahnhof an, wo wir freudig von Sonnenschein und Tatjana in Empfang genommen werden. Unsere Wege trennen sich … während Patrick ins Hotel reist, fahren wir zu Ascol … dem Hausherren unserer neuen Heimat für die nächsten drei Tage. Ich bin leicht tot, immerhin bin ich seit 4 Uhr morgens auf den Beinen und hab gerade mal 3 Stunden geschlafen. Somit hinterlasse ich bei Ascol direkt mal den besten Eindruck und schlafe auf seiner Couch ein. Im Nebenzimmer ist bereits ein großes Luftbett aufgebaut, das ich die nächsten Tage mein Eigen nennen darf. Ich bin etwas überfordert mit so viel Gastfreundschaft und weiß nicht wie ich mich verhalten soll. Am liebsten würd ich die Fuffies durch den Raum schmeissen … die ich nicht hab. Aber Ascol versteht das … glaub ich zumindest! Ascol ist nämlich ein verdammt cooler Typ, den ich ab dem ersten Moment ins Herz geschlossen hab. Ein bisschen wie bei Tatjana. Seltsamerweise fühl ich mich Zuhause, was das Einschlafen auf der Couch erklären würde!

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Nachdem uns der Hausherr aus beruflichen Gründen alleine in der Wohnung zurücklässt, verlassen auch wir das heimische Gelände und machen uns auf Richtung Alexanderplatz. Mein Bauch knurrt und verlangt nach Essen. Auch er ist etwas überfordert … mit der Auswahl an 20.000 Restaurants in der Shopping Mall. Am liebsten würde er alles davon im gleichen Moment zu sich nehmen, aber ich entscheide mich für den Asiaten mit Reis, Gemüse und Hühnchen. Die Grundlagen sind geschaffen und so ziehen wir weiter und kaufen Wein. Immerhin müssen Tatjana und ich feierlich auf die erste gemeinsame Fashion Week anstoßen. Das tun wir kurz darauf auch … bis Tatjana auf der Couch einschläft. Ich versuche stattdessen klarzukommen … mit der Tatsache, dass ich in einer fremden Wohnung und einer fremden Stadt bin und ab Mittwoch, ohne Betreuung meiner großen Liebe Tatjana, ins kalte Wasser geschmissen werde und ganz alleine in dieser großen Stadt klarkommen muss. Gegen 16 Uhr merken wir, dass es langsam eng wird mit Outfitbilder schießen und verlassen die Wohnung, um authentische Looks im Schnee zu shooten. Ich dachte Berlin wäre das gewohnt … Fashionblogger-Hochburg und so. Scheinbar aber doch nicht. Egal, in einer fremden Stadt könnt ich auf der befahrenen Straße stehen, es würde mir nichts ausmachen. Und so ignoriere ich die Passanten und hüpfe leicht bekleidet durch den Schnee. Die Sonne geht unter … Grund zurückzugehen … zum Wein und der Heizung.

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Gemeinsam öffnen wir unsere Koffer, der eine größer, der andere kleiner. Hierfür muss man wissen, dass Tatjana immer bestens vorbereitet ist und daher den kleineren Koffer am Start hat. 10 Tage mit Handegpäckkoffer während der Fashion Week. Kann man machen, muss man aber nicht! Dacht ich mir auch! Deswegen hab ich mich für den großen Koffer entschieden. Den ganz großen! Und so wühle ich mich durch Kleiderberge um ein geeignetes Outfit für den späteren Verlauf des Abends zu finden. Eine Stunde später sind wir auf dem Weg zur Fashion Hall. So richtig wissen wir nicht, was uns da erwartet. Tatjana noch weniger als ich, weil ich den Spaß organisiert hab. Aber auch ich hab eigentlich keine Ahnung. Dragqueen-Show … ich fand das klang gut! Im Kosmos werden wir tatsächlich von einer Horde Dragqueens in Empfang genommen. Find ich cool, ich mag Dragqueens. Nach einem weiteren Wein begeben wir uns in die Halle und werden dem Pressebereich zugeordnet. Einmal inmitten von Paparazzis stehen, die Blogger hassen … ein Traum! Ich bin da glücklicherweise recht unkompliziert und kenne die Meute aus beruflichen Gründen bereits. Daher kann ich mich auch recht gut arrangieren und nehme auf dem Geländer Platz. Ich bin immerhin sportlich und war mal im Geräteturnen. Mit diesem Können kann man auch problemlos mit Spiegelreflex in der Hand auf einem Geländer balancieren, während eine Vielzahl von Designern ihre Kollektionen präsentieren. Die Shows selbst sind bunt gemischt. Ein bisschen was von allem. Nicht alles trifft meinen Geschmack , anderes wiederum schockiert, überzeugt und macht einfach Spaß. Mit am Start sind unter anderem My-Chili, Luciana Adulari und Showbatzki Costumes. Persönliches Highlight ist für mich trotz allem der Dragqueen-Runway. Schrill, bunt und einfach erfrischend anders.

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Wir machen uns wieder auf den Heimweg und kommen in einer wohlig warmen Wohnung an, in der Ascol bereits mit kalt gestelltem Wein auf uns wartet. Wir bestellen Pizza, führen gute Gespräche und schlafen irgendwann ein … ein gelungener Auftakt!

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4 Comments

  • Reply Patrick Van Zitzewitz 26. Januar 2016 at 20:02

    Hahaha…. Sehr gut geschrieben Maus. Ich bin so froh, dass wir zusammen nach Berlin gereist sind. Die Zeit mit dir ist unbezahlbar und einfach nur lustig. Ich freue mich so sehr auf den Sommer. Das kann nur noch besser werden. Hab dich jetzt schon in meinem Herzen 🙂

  • Reply Treurosa 27. Januar 2016 at 07:36

    Das hört sich wirklich nach einem gelungenen ersten TAg an 🙂 Hätte mir so wahrscheinlich auch ganz gut gefallen 🙂 Bin schon gespannt auf die weiteren Beiträge!

  • Reply Maribel Skywalker 27. Januar 2016 at 09:17

    Lass die Shows weg und ich wär sofort dabei 🙂 Das klingt alles nach soo, soo viel Spaß und einer richtig guten Zeit. So soll es doch sein. Und wenn man dabei noch was macht und sieht, das man liebt? Kann es noch besser gehen? Ich verstehe, wie man nach so einer Zeit erst mal in nen Blues verfallen kann!

  • Reply Nici 27. Januar 2016 at 09:31

    Was für ein tolles Erlebnis! <3

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