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Reisetagebuch USA: NHRA Finals Pomona & Redondo Beach

Freitag 09. November 2018 – Bei der Ankunft in Kalifornien präsentiere ich mich wie der Großteil seiner Einwohner: Stilsicher, filmreif und sexy! Mit zwei Tempos, versteckt in meinen Nasenlöchern. Schon vor dem 5-stündigen Flug von Nashville nach Los Angeles war klar, dass es eine anstrengende Reise wird. Eingekreist von einer College-Basketballmannschaft ziehe ich die Blicke der großen Jungs gleich nach dem Start auf mich … dank meiner Rotznase! Ich werde förmlich von der Erkältung überrollt. Da ich nicht vorhabe alle zwei Minuten lautstark die Nase zu putzen sind die Nasentampons die einzige Lösung! Der 130 Euro teure Inlandsflug mit American Airlines ist demnach mein bisher unangenehmster. Wer schon einmal in den Genuss gekommen ist mit einer Erkältung fliegen zu müssen, der weiß wovon ich spreche! Meine ersten Stunden im Süden Kaliforniens gestalten sich somit alles andere als frisch und dynamisch. Beim Betreten der Unterkunft in Los Angeles Redondo Beach fühle ich mich wie ein Häufchen Elend.

UNSERE UNTERKUNFT IN REDONDO BEACH: HOMEWOOD SUITES BY HILTON

Mit meinem 20 Kilo Koffer schleppe ich mich in den zweiten Stock der Homewood Suites by Hilton. Ein tolles Hotel mit ansprechender Lobby, Außenpool, gut ausgestatteten Suiten, kostenfreiem Wlan und  Privatparkplätzen. Vor allem Letzteres ist nach den 90 Dollar Parkgebühren in Nashville eine Freude. Aber auch mit der Lage kann unsere Unterkunft punkten. Hollywood, Santa Monica, Beverly Hills, Long Beach und Los Angeles Downtown sind gerade mal eine halbe Stunde Autofahrt entfernt. Hard Facts, die für mich an diesem Abend nicht mehr von Interesse sind. Ich sterbe langsam aber sicher vor mich hin und verkrieche mich im Bett. Nichts mehr mit Hotel erkunden oder Fotos machen. Alles was ich will ist schlafen. Am nächsten Morgen geht es mir deutlich besser, was sicher auch dem üppigen Hotelfrühstück zu verdanken ist. Das ist allerdings auch schuld an den fehlenden Bildern unserer Suite. Frühstück geht eben immer vor! Ein paar Einblicke gewähre ich euch aber trotzdem. Im Follow me around Video am Ende des Beitrags. Nach einer morgendlichen Dusche starten wir unsere Reise nach Pomona. Mit am Start: Dominik, ein Freund von Christian der seit einigen Jahren in Amerika lebt und sein Arbeitskollege Andi.

MIETWAGEN IN LOS ANGELES – ANBIETER, KOSTEN UND INFOS

Vor uns liegt eine einstündige Fahrt zum Drag Strip Pomona. Hier finden an diesem Wochenende die NHRA Finals statt. Für uns als Drag Racing Fans ein absolutes Muss! Wir fahren mit unserem schwarzen Nissan auf die Interstate 605. Ein Mietwagen, den wir direkt am Flughafen Los Angeles in Empfang nehmen durften. Kurz nach der Ankunft wurden wir hierfür von einem Bus des Anbieters Alamo abgeholt und zum hauseigenen Parkplatz gebracht. Christian hatte vorab einen Mittelklassewagen gebucht, den wir vor Ort selbst aussuchen durften. Alles ganz easy! Um die richtige Klasse zu finden muss man lediglich den Schildern folgen und sich für sein Lieblingsauto entscheiden. Der Schlüssel steckt bereits. Formalitäten werden davor am Schalter geklärt und beim Ausfahren nur nochmal Papiere und Führerschein geprüft. Für knappe 300 Euro liegt uns Amerika nun eine Woche zu Füßen. Das alles inklusive einer Tankfüllung und aller notwendigen Versicherungen. Beim Fahren selbst muss man dann gar nicht mehr viel beachten. Ampeln befinden sich generell auf der gegenüberliegenden Straßenseite und Alkohol am Steuer ist verboten. Einzig und allein die Regeln der Carpool Lane sollten bekannt sein, wenn man Ärger mit der Polzei vermeiden möchte. Der gekennzeichnete Fahrstreifen darf nur von Autos mit mindestens zwei Insassen berfahren werden und dient der Förderung von Fahrgemeinschaften.

NHRA FINALS POMONA – DRAG RACING IN CALIFORNIA

Mit diesen Infos von Dominik kommen wir 50 Meilen später auf dem Parkplatz des Pomona Raceways an. Begrüßt werden wir dabei von strahlendem Sonnenschein, aufheulenden Dargstermotoren und einem Hauch Nitro in der Luft. Home is where your heart is … also an der Rennstrecke! Für knapp 50 Dollar dürfen wir den ganzen Samstag am Drag Strip verbringen und die NHRA Finals verfolgen. Ein wundervoller Tag an dem wir einige bekannte Gesichter treffen. Nina von Dragmag berichtet nämlich nicht nur am Hockenheimring vom Drag Race. Einen Großteil des Jahres verbringt sie auf Rennen in Amerika. Auch Karl-Heinz Weikum läuft uns kurz danach über den Weg. Er ist selbst Fahrer eines FIM Pro Stock Bikes und somit Freund und Kollege von Christian. Zu guter letzt ist auch noch ein Arbeitskollege von Christian vor Ort. So weit weg von der Heimat und doch so viele Bekannte. Verrückt!

DRAG STRIP POMONA – DRAG RACING IN DEN USA

Gemeinsam erkunden wir die Boxengasse, fiebern bei den Qualifying Läufen mit und investieren einen Großteil unseres Budgets in fettiges Essen und Bier! Letzteres toppt mit 10 Dollar pro Becher das teuerste Bier in Nashville. Dafür gibt es aber auch jede Menge umsonst. Beispielsweise eine simulierte Dragsterfahrt im Dodge Demon. Bei der Menge an Zuschauern erweise ich mich als Schisser! Ich habe sichtlich Angst mich zu blamieren und begebe mich daher auf den Beifahrersitz um mit schlauen Sprüchen zu glänzen. Dann endlich darf ich die ganz Großen im Drag Racing treffen. Neben der wunderschönen Leah Pritchett freue ich mich vor allem auf Familie Force. Vater John und seine Töchter Brittany und Courtney sind in der Szene sowohl bekannt, als auch erfolgreich! Tony Schumacher alias “The Sarge” darf ich sogar die Hand schütteln. Eine Ehre, vor allem im Hinblick darauf, dass dies sein letztes Rennen sein wird. Es folgen spannende Kopf-an-Kopf Rennen um den Titel. Die Stimmung ist ausgelassen und trotzdem merkt man schnell, dass Drag Racing in Amerika etwas vollkommen gewöhnliches ist. Man vermisst das impulsive Jubeln aufspringender Fans wie es am Hockenheimring der Fall ist. Hier wird das eine Mal im Jahr deutlich mehr mitgefiebert. Und trotzdem: Drag Race in Amerika ist eine andere Hausnummer. Hier fahren die Besten der Besten und schenken sich nichts. Ich finde es weltklasse das endlich einmal live erleben zu dürfen. Der Abend endet mit Burger und Süßkartoffelpommes bei Avenue A Bar & Grill in Redondo Beach.

SHOPPEN IN AMERIKA: SOUTH BAY GALLERIA REDONDO BEACH

Am Folgetag komme ich endlich voll und ganz in Los Angeles an. Der erste Ausflug in eine Shoppingmall steht bevor. Nach ausgiebigem Frühstück und fünf Kaffee bin ich bereit ordentlich Geld auszugeben. Wir checken aus den Homewood Suites aus und fahren in die nahegelegene South Bay Galleria, die neben einem eigenen Vans Shop auch eine Zumiez Filiale zu bieten hat. Wie zu erwarten folgt die komplette Eskalation. Ich verlasse die Mall mit einem Hoodie, zwei Paar Vans Oldskool für je 65 Dollar und einem Paar Puma Basket Heart für unschlagbare 60 Dollar. Schuhe sind wirklich eine Sache bei der man in Amerika einiges an Geld sparen kann. Gerade für die Puma Sneaker müsste ich an diesem Tag in Deutschland 70 Euro mehr auf die Kasse legen. Bei den Vans dagegen immerhin 20. Was bin ich nur für ein Glückspilz! Wir steigen wieder ins Auto und die Vorfreude auf Santa Monica, den Pazifik und Venice Beach ist riesig! 4 Stunden to go! Wir fahren lieber, dann brauchen wir nur eine halbe …

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